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Sprecher(in) und Anschrift Johannes Spatz,
( (030)
7475-5922, Fax: -5925
Giselly Leinenbach, (
(030) 897 49007 |
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| Presseerklärung |
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Berlin, 10.04.08 |
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| Reemtsma-Presseparty ein Flop | |
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Am Abend des 9. April hatte Reemtsma zur Preisverleihung (Liberty Award) im Nobel-Hotel de Rome in Berlin eingeladen. Während im letzten Jahr die Gäste strömten, waren es in diesem Jahr deutlich weniger. Dagegen hatte die Zahl der Demonstranten zugenommen: Mehrere Dutzend empfingen die Reemtsma-Gäste mit Sprüchen wie „00 Reemtsma: Lizenz zum Töten“. In diesem Jahr fiel insbesondere die spärliche Vertretung der Politik positiv auf. Der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner schlich sich mit gesenktem Kopf durch das empörte Empfangskomitee von Forum Rauchfrei und Nichtraucherbund Berlin. Weiter wurde einige Prominenz aus der Fernsehwelt erkannt. Nach wie vor ist es ein großes Ärgernis, dass führende Figuren der Medienwelt sich sogar an der Jury der PR-Aktion von Reemtsma beteiligt haben, wie die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg Dagmar Reim, der Chefredakteur von dpa Wilm Herlyn, ehemaliger ARD-Chefredakteur Hartmann von der Tann, der die Laudatio hielt, und der Chefredakteur von Focus Helmut Markwort. Jury-Mitglied war auch Uwe-Karsten Heye, Chefredakteur des Vorwärts und ehemaliger Pressesprecher der Bundesregierung unter Gerhard Schröder, von dem vorher schon eine enge Beziehung zur Tabakindustrie bekannt war. So hatte er im letzten Jahr für seinen Vorwärts mehr als 100.000 Euro von der Tabakindustrie für Anzeigen eingenommen, Dagegen hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg ordnungsbehördliche Maßnahmen eingeleitet. Natürlich war auch die Repräsentanz der Tabakindustrie zugegen. Marianne Tritz, neue Geschäftsführerin des Deutschen Zigarettenverbands, wurde aus der Demo aufgefordert, unverzüglich die Partei der Grünen zu verlassen. Doch sie stellte sich nicht dem Protest und verschwand in großer Eile in der Eingangstür des gut bewachten Hotels. Dort wurden nur geladene Gäste eingelassen. Ein längeres Gespräch führten die Demonstranten mit Peter Eigen, dem Gründer von Transparency International. Vergebens versuchten sie, ihn von dem Besuch der Party abzuhalten. Er hoffte, dass er wichtige Kontakte knüpfen könne und wies darauf hin, dass er auch mit dem Siemenskonzern verhandeln würde. Er würde sogar nicht vor Kontakten mit der Rüstungsindustrie zurückschrecken. Hartmann von der Tann verteidigte in seiner Laudatio den Preis ausdrücklich gegen die Proteste und berief sich auf die Unabhängigkeit der Jury. Johannes Spatz, Sprecher des Forum Rauchfrei, interessiert in diesem Zusammenhang nicht die Frage der Unabhängigkeit der Jury. Er kritisiert, dass die Jurymitglieder, die Preisträgerin und die geladenen Gäste von Reemtsma instrumentalisiert wurden. Auch wenn die Preisträgerin eine besonders fähige und mutige Journalistin sei, diene die Preisvergabe ausschließlich dem Gewinnstreben des Zigarettenkonzerns. Es gehe um das Leben vieler Menschen, das diesem Zweck geopfert werde. „Unsere Protestveranstaltung war erfolgreich, weil sie diese Instrumentalisierung aufgezeigt hat. Wir verändern durch unsere Proteste das gesellschaftliche Klima zu Ungunsten der Tabakkonzerne. Den Gästen sah man das an, sie verteidigten sich nicht, sondern versuchten so rasch wie möglich in das Innere des Hotels zu gelangen. Sie wollten keine Auskunft über ihre Motive zur Teilnahme an einer Party geben, die mit Krankheit und Tod finanziert wird.“ |
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Weitere Informationen bei: Johannes Spatz Tel.: (030) 747 559 25 oder 0176 2441 9964 |
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